Die Lernwerkstatt der OGS Zugweg

Kinder aus dem ersten und zweiten Schuljahr präsentieren stolz ihre selbstgebastelten Finger-Bumerangs.

Unsere Lernwerkstatt wurde im Jahr 2017 mit Unterstützung des Flugzeugbauers Boeing und der DKJS (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) aufgebaut. Es entstand ein naturwissenschaftlicher Forscherraum, in dem nicht nur die natürliche Forscherhaltung der Kinder, sondern auch deren Mehrsprachigkeit eine Grundlage für das forschende Lernen bildet.
Forschendes, selbstentdeckendes Lernen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Schülerinnen und Schüler darin gefördert werden, eigenständig, naturwissenschaftliche Fragen aufzurufen und sich selbstständig Möglichkeiten erschließen, diese zu beantworten. Ihre individuellen Lernprozesse dokumentieren die Kinder in einem Forscherheft.
Am Vormittag wird die Arbeit in der Lernwerkstatt vor allem in die Themen des Sachunterrichts integriert. Gemeinsame Forscherkreisläufe werden am Vor- und Nachmittag genutzt. Bei einem Forscherkreislauf handelt es sich um ein thematisch aufbereitetes Lernangebot, an dem die Kinder zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen forschen können. Hierbei entscheiden die Schülerinnen und Schüler selber, auf welchem Weg sie sich einem Thema nähern wollen (Versuche, Zeichnungen, Filme, Recherchen im Internet etc.). Der erste Forscherkreis der Lernwerkstatt bezieht sich beispielsweise auf das Thema „Luft und Fliegen“.
Am Nachmittag wird zweimal pro Woche eine Forscherzeit angeboten. Pro Klasse können sich zu diesen Zeiten jeweils zwei Kinder anmelden und die Lernwerkstatt besuchen. Hier gibt es dann sowohl die Möglichkeit an gezielten Aufgabenstellungen zu arbeiten, als auch frei zu forschen.
Ab dem Schuljahr 2018/2019 soll in der Lernwerkstatt auch eine Modellbau-AG eingerichtet werden.
Die KGS Zugweg kooperiert bei der Arbeit in der Lernwerkstatt mit der KiTa Rolandstraße. Langfristig soll eine Kooperation mit mehreren Kindertagesstätten des Veedels stattfinden. So kann der Übergang von Kita zur Schule vereinfacht werden. Die Kinder lernen hierbei außerdem verschiedene Aspekte der Mehrsprachigkeit kennen, da die individuellen, sprachlichen Voraussetzungen der Kinder werden in der Lernwerkstatt berücksichtigt werden.

Zurück in die Steinzeit und vorwärts in die Zukunft: Zukunftsvisionen und Urzeitwochen in der Michael-Ende-Schule

Zu beiden Themen gab es in den Osterferien viele Workshops von unseren kreativen Mitarbeitern und externen Anbietern. Entdecken, Staunen, Gestalten und Lernen: auf spielerische Weise.
In der ersten Osterferien-Woche der Ferien-Betreuung  drehte sich alles um die spannende Frage, wie unsere Zukunft sich wohl entwickeln könnte – und was die Kinder jetzt aktiv dafür tun können! Die Kinder schauten, dachten, sägten, schraubten, klebten, nähten und gestalteten. Von großen Visionen inspiriert, wurden futuristisch glitzernde Kleidung und Wohnideen der Zukunft entworfen. Aus Kartons und Verpackungen entstanden Roboter, die am Ende der Woche den Schulhof bevölkerten. Der Zukunfts-Tanz mit seiner tollen Choreografie zog die Zuschauer in ihren Bann.  Aktiv wurde es dann beim Geocaching mit spannender Schatzsuche und viel Bewegung. Ein Ausflug in die DASA (Deutsche Arbeiterschutzausstellung) in Dortmund rundete die ersten Ferienwoche perfekt ab.
In der zweitenFerienwoche ging es dann zurück in Steinzeit und raus in die Natur: So entstanden eine tolle Urzeitlandschaft mit Tieren aus Ton, kunstvolle Höhlenmalereien,  schöner Steinschmuck sowie ein großes Mammut, das nach Fertigstellung im „Lummerland“ eine neue Heimat findet. Das Projekt „Querwaldein“ begeisterte zahlreiche Kinder, die jeden Tag auch bei Wind und Wetter zu Aktivitäten und Erkundungen in Feld und Flur auszogen. Dabei konnten sich die „Stadtkinder“ in der Natur so richtig auszutoben und lernten bei naturkundlichen Expeditionen Naturgeräuschen lauschen, Bäume und Pflanzen bestimmen und Spuren von Tieren lesen. Der Besuch im Neandertal Museum bot abschließend einen spannenden Blick in die Urzeit und ihre Lebensweise.

Projekt Querwaldein

AG "Bühne frei!" an der Michael-Ende-Schule

In dieser AG entscheiden die Schüler und Schülerinnen zusammen am Anfang, welches Projekt auf die Bühne gebracht werden soll.  Der AG-Leiter stellt den Schülern und Schülerinnen verschiedene Beispiel-Darbietungen aus unterschiedlichen Kleinkunst-Genres, z.B. Tanz, Musik, Zauberei, Sketch etc., vor.
Die Schüler und Schülerinnen versuchen daraufhin, die Ideen in der Kleingruppe im eigenen Proberaum unter Anleitung bühnenreif auszuarbeiten, um dann beim großen AG-Fest mit einem überraschenden Auftritt zu brillieren.

AG Computer-Kids an der Michael-Ende-Grundschule

Freizeit und Spass

Auch im schulischen Umfeld sollen Kindern den Umgang mit PC, Tablet sowie neuen Medien umgehen lernen – spielerisch, medienadäquat, aber auch kompetent und kritisch sowie mit dem Hintergrundwissen, eigene wie fremde Handlungsweisen angemessen und ausreichend zu hinterfragen. Von Datensuche bis Recherche: Im gut ausgestatteten Medienraum der Michael-Ende-Grundschule erfahren die Kinder so nicht nur technische Hintergründe, sie lernen auch, selbst zu schreiben und zu recherchieren und dabei Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Computerwelt zu erfahren.

Frottage und Monotypie – das ist kein Handtuch und kein Typie

Wir beschäftigen uns mit diesen beiden spannenden Zufallsdrucktechniken, die Max Ernst in seinen Bildern eingesetzt hat. Interessante Bilder mit phantastischen Wesen und Formen entstehen. Dabei ist die ganze Ideenwelt und Phantasie des Künstlers und des Betrachters gefordert.

Zum Abschluss besuchen wir gemeinsam das Max Ernst Museum in Brühl.

Nähen an der Michael-Ende-Schule

Dank unserer Schneiderin Emilia Walczak und unserer nähbegeisterten Gruppenleitung Eva Förg bieten wir nun regelmäßige Arbeitsgemeinschaften und Workshops zum Thema Design & Schneiderei an. Kleider, Alltagsgegenstände und Schmuckstücke werden von den Kindern entworfen und in aller Ruhe fertig gestellt. Ein sehr beliebtes Handwerk: bereits seit mehreren Jahren gehört die NÄh-AG zu den beliebtesten Angeboten der Schule. Und auch die inzwischen legendäre Modenschau, die alljährlich auf dem AG-Fest präsentiert wird, erntet jedes Jahr aufs Neue "Zugabe"- und Jubelrufe. Weiter so!

Willkommen im Mittelalter - an der OGS Michael-Ende-Schule

Wer in den ersten zwei Wochen in die OGS-Betreuung kam, spürte es sofort: „Hier geht etwas ganz Besonderes vor sich“. Da roch es nach Holz und Feuer, schon früh war begeistertes Rufen zu hören, und überall sah man buntes wie fröhliches Treiben. Grund dafür war ein außergewöhnliches Projekt, das den Kindern spielerisch wie aktiv das Leben im Mittelalter vermittelte.

Was aßen die Menschen im Mittelalter, und wie stellten sie überhaupt ihre Kleidung her? Was spielten die Kinder, und wie wurde alles Lebensnotwendige hergestellt, so ganz ohne Maschinen? Diese und viele weitere Antworten veranschaulichte das Projekt „Mittelalter“ in zahlreichen Workshops und Mitmach-Aktionen spielerisch wie detailgetreu: Zunächst wurden die Kinder aufgeteilt und überlegten sich gemeinsam mit ihrer Gruppe einen Namen, den sie in ihrem eigenen Wappen – ganz wie die Ritter früher - verbildlichten. Anschließend stellten alle Gruppen abwechselnd mit Eva Förg und Emilia Kaminska eigene Kleidung und Kostüme sowie Hüte her, entwarfen und gestalteten Schmuck, Lederwaren und -beutel mit der Künstlerin Sandy Craus. In weiteren Workshops fertigten die Kinder einfache, aber spannende Holzspielzeuge selbst an und bauten ein Trebuchet nach, eine Unterart des Katapults, mit dem anschließend – nicht ganz mittelalterlich ;-) – Wasserbomben-Weitwurf geübt wurde. Auch für das leibliche Wohl wurde z.T. selbst gesorgt, denn die Kindern lernten Holzhacken, Feuer machen und kochten ihre eigene Gemüsesuppe - selten sah man so viele Kinder mit großer Begeisterung Gemüse und Suppe essen ;-)! Doch es gab noch so viel mehr zu sehen und zu erleben – mit stetig wachsender Begeisterung! Am letzten Tag, dem „Markt-Tag“, wurden vor einer jubelnden Zuschauerschar von Betreuern und Eltern alle Ergebnisse der Workshops präsentiert. Und eins stand nach Abschluss des Projektes fest: Ins Mittelalter reisen werden alle gerne noch einmal wieder!

Projekt Lehmtipi-Bau

Ein spannendes Projekt in den Sommerferien 2017

Zur Umgestaltung des Schulhofs an der Michael-Ende-Schule als naturnaher Lern- und Lebensort hat sich Mikis e.V. zusammen mit der Schule etwas ganz Besonderes ausgedacht: Gemeinsam mit dem Lehmkünstler Arndt Redenz bauten sie in den Sommerferien mit  UNterstützung einiger Eltern und Betreuer zwei große Tipis aus Lehm. Neben dem Spaß am Bauen steht bei dem Projekt eine besondere Lernerfahrung im Vordergrund, denn die Beteiligung der Kinder an der Gestaltung „ihres“ Geländes wird immer wichtiger. Dabei bietet sich der Naturstoff Lehm als ideales Baumaterial an, denn Lehm bietet vielfältige Vorteile und Erfahrungs- wie Gestaltungsmöglichkeiten: Zum einen benötigt man wenig Energie, um mit dem Naturmaterial spielerisch Sinnvolles zu bauen. Die Kinder lernen so zudem, dass Lehm bereits im Mittelalter ein beliebter Baustoff war, da er z.B. für ein besonderes Klima im Inneren eines Bauwerkes sorgt und zudem auch trotz – oder gerade ? – wegen seiner Naturbelassenheit so einiges aushält.

Zugegeben, es war schwierig, die noch nicht getrockneten Tipis vor den monsunartigen Regenfällen zu schützen. Doch jeglicher Aufwand hat sich gelohnt, denn die zwei großen Tipis werden als Spiel- und Rückzugsort auf dem entbetonierten Gelände am Ende des Schulhofs dienen - und brachten den Kindern schon während der zwei Mittelalterwochen viel Spaß bei der „Schlammschlacht“.
Der begrünte Bereich des Schulhofes führte mit den zwei Tipis zudem zu der wenn auch zunächst nicht beabsichtigten Assoziation mit den Bergen aus dem bekannten Kinderlied der Heimatinsel Jim Knopfs, Lummerland. So wurde die „grüne Lunge“ des Schulhofs bereits bei ihrer Eröffnung getauft. Die Lehmtipis werden auch langfristig und auch bei nachfolgenden Schülerinnen und Schülern für Spaß und Vergnügen sorgen, da sie im Normalfall zwischen drei bis zu fünf Jahren erhalten bleiben.

Picasso und die Stiere

Eine Künstlerin gibt Einblick in ihr Leben:
mit dem Projekt "Picasso und die Stiere" lernen die Kinder nicht nur viel über einen der berühmtesten Künstler der Welt sondern auch Fakten über Kunst, Künstler und Kunstvermarktung anhand der schillernden Persönlichkeit von Pablo Picasso und seinem mythologischen Thema "Stiere", dessen Kunstwerke einen starken Eindruck hinterlassen und gelegentlich sogar an Höhlenmalereien erinnern. Besuche von Atelier, Galerie und Vernissage gemeinsam mit einer Künstlerin aus Köln inbegriffen.

Hier die beeindruckenden Werke unserer Teilnehmer:

Freizeitgestaltung mit AGs, Ferienkursen und Tagesaktionen

Um möglichst allen Kindern gerecht zu werden, gestalten wir die Freizeit differenziert und forcieren diese Aspekte:

  • Freie Spielzeit, in der die Kinder ihre Spielaktivität selber bestimmen
  • Aktionen und Angebote, die den Wünschen der Kinder entsprechen
  • Aktionen und Angebote, in denen die kindlichen Bedürfnisse nach Abenteuer, Erforschung, Spaß, Bewegung und Entspannung berücksichtigt werden
  • Pädagogisch initiierte Projekte, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Die AG- und die Ferienprogramme stammen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Medien, Sport, Entspannung und Musik.

Unser Konzept ist nachhaltig:
AGs bestehen aus relativ kleinen Gruppen, dauern mindestens eine Stunde und laufen ein Schuljahr durch. Die Ferienprogramme sind in der Regel für eine ganze Woche angelegt und sorgen für eine intensive Beschäftigung mit der jeweiligen Thematik. Auch Tagesaktionen werden regelmäßig angeboten: bei den meisten Kickerturnieren, Ritterburgbauen, Tanzaufführungen oder Malwettbewerben ist die Teilnahme spontan.

Freitags ist Freizeit – unverplante Zeit

Freizeit und Spass

Von Montag bis Donnerstag nehmen die Kinder an der Haus­auf­gaben­betreuung teil – freitags werden keine Hausaufgaben gemacht. Dann ist Zeit für unorganisierte Freizeit, spontane Aktivitäten, Zeit, selber zu bestimmen und zu gestalten. Durch den engen Zeitrahmen des Ganztagsbetriebs wollen wir dieses kleine Fenster offen halten für Spontanität, Geburts­tags­feiern, offene Aktionen und freies Spiel.

Unverplante Zeit bieten wir auch in den Ferien an: kein Kind muss an Ferienkursen teilnehmen, Kinder ohne Kurse werden im Freispiel betreut.